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<title>Matthias Heidemann</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Matthias Heidemann</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Matthias Heidemann</b> (* <a href="7._Februar" title="7. Februar">7. Februar</a> <a href="1912" title="1912">1912</a> in <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a>; † <a href="30._November" title="30. November">30. November</a> <a href="1970" title="1970">1970</a>) war ein <a href="Deutschland" title="Deutschland">deutscher</a> <a href="Fu%C3%9Fball" title="Fußball">Fußballspieler</a>, der zwischen 1933 und 1935 drei <a href="L%C3%A4nderspiel" title="Länderspiel">Länderspiele</a> für die <a href="Deutsche_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft" title="Deutsche Fußballnationalmannschaft">A-Nationalmannschaft</a> bestritt und mit ihr 1934 das <a href="Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1934" title="Fußball-Weltmeisterschaft 1934">Weltmeisterschaftsturnier</a> in <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> als Drittplatzierter abschloss.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Karriere">Karriere</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vereine">Vereine</h3></div>
<p>Heidemann, gebürtiger Kölner, begann seine Vereinskarriere von 1921 bis 1930 bei <a href="VfR_K%C3%B6ln_04_rrh." title="VfR Köln 04 rrh.">VfR Köln 04 rrh.</a>, wechselte dann zum <a href="Bonner_FV" class="mw-redirect" title="Bonner FV">Bonner FV</a>, ehe er in der Zeit der allgemeinen Arbeitslosigkeit das Angebot vom <a href="Werder_Bremen" title="Werder Bremen">SV Werder Bremen</a> Anfang 1934 annahm – verbunden mit einem Arbeitsplatz bei der Zigaretten-Fabrik Martin Brinkmann AG – und an die Weser wechselte. Durch das Erreichen des 6. Ranges 1932/33 im Rheinbezirk war Heidemann mit dem Bonner FV zur Saison 1933/34 qualifiziert für die neue <a href="Gauliga_Mittelrhein" title="Gauliga Mittelrhein">Gauliga Mittelrhein</a>. Mit Bonn belegte er in der Debütrunde der Gauligaära den 5. Rang und hatte sich mit seinen Leistungen auch in den Kreis der Nationalmannschaft gespielt. Nicht zuletzt waren auch seine Vorstellungen in der Gauauswahl des Mittelrheins im Juli 1933 gegen Baden (2:1) und Sachsen-Anhalt (2:4) dabei hilfreich. Am 19. November 1933 debütierte der schnelle Flügelstürmer vom Bonner FV an der Seite der weiteren Debütanten <a href="Ernst_Lehner" title="Ernst Lehner">Ernst Lehner</a> und <a href="Ludwig_Goldbrunner" title="Ludwig Goldbrunner">Ludwig Goldbrunner</a> beim Länderspiel in Zürich gegen die Schweiz in der Nationalmannschaft. Beim 2:0-Erfolg der Auswahl von Reichstrainer <a href="Otto_Nerz" title="Otto Nerz">Otto Nerz</a> war der Angriff in der Besetzung mit Lehner, <a href="Ludwig_Lachner" title="Ludwig Lachner">Ludwig Lachner</a>, <a href="Karl_Hohmann" title="Karl Hohmann">Karl Hohmann</a>, <a href="Josef_Rasselnberg" title="Josef Rasselnberg">Josef Rasselnberg</a> und Heidemann aufgelaufen. Hohmann erzielte in der 72. Minute die 1:0-Führung nach Vorlage von Heidemann.
</p><p>Mit seinem Vereinswechsel zu Werder Bremen errang er in den Jahren <a href="Gauliga_Niedersachsen_1935/36" title="Gauliga Niedersachsen 1935/36">1936</a> und <a href="Gauliga_Niedersachsen_1936/37" title="Gauliga Niedersachsen 1936/37">1937</a> noch zwei Meisterschaften in der <a href="Gauliga_Niedersachsen" title="Gauliga Niedersachsen">Gauliga Niedersachsen</a> und die sich daran anschließenden Endrundenspiele um die <a href="Deutsche_Fu%C3%9Fballmeisterschaft" title="Deutsche Fußballmeisterschaft">Deutsche Meisterschaft</a>. Heidemann hat alle 12 Gruppenspiele gegen Viktoria Stolp, Vorwärts Rasensport Gleiwitz, ETV Hamburg, FC Schalke 04 und Hertha BSC bestritten und drei Tore erzielt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In beiden Jahren belegte Heidemann mit Bremen den zweiten Gruppenplatz: <a href="Deutsche_Fu%C3%9Fballmeisterschaft_1935/36" title="Deutsche Fußballmeisterschaft 1935/36">1936</a> hinter VR Gleiwitz und <a href="Deutsche_Fu%C3%9Fballmeisterschaft_1936/37" title="Deutsche Fußballmeisterschaft 1936/37">1937</a> hinter Schalke 04.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Auswahl-/Nationalmannschaft"><span id="Auswahl-.2FNationalmannschaft"></span>Auswahl-/Nationalmannschaft</h3></div>
<p>In der Gauauswahl von Niedersachsen war er noch bis in das Jahr 1938 aktiv und wird insgesamt – Mittelrhein und Niedersachsen – in 13 Wettbewerbsspielen aufgelistet. Als vom 24. bis 31. Juli 1938 in Breslau das <a href="Deutsches_Turn-_und_Sportfest_1938" title="Deutsches Turn- und Sportfest 1938">I. Deutsche Turn- und Sportfest</a> stattfand, wurde auch ein großes Turnier der Gau-Auswahlteams aus dem Fußball ausgetragen. Mit Niedersachsen spielte sich Heidemann auf Linksaußen mit Erfolgen gegen Sachsen (2:0), Brandenburg (3:1) und im Halbfinale gegen Südwest (4:1) bis in das Finale am 30. Juli gegen die Ostmark. Die Wiener mit Torhüter Platzer, dem Verteidigerpaar <a href="Karl_Sesta" title="Karl Sesta">Karl Sesta</a> – <a href="Willibald_Schmaus" title="Willibald Schmaus">Willibald Schmaus</a> und dem Fünferangriff mit <a href="Karl_Zischek" title="Karl Zischek">Karl Zischek</a>, <a href="Wilhelm_Hahnemann" title="Wilhelm Hahnemann">Wilhelm Hahnemann</a>, <a href="Josef_Stroh" title="Josef Stroh">Josef Stroh</a>, <a href="Leopold_Neumer" title="Leopold Neumer">Leopold Neumer</a> und <a href="Johann_Pesser" title="Johann Pesser">Johann Pesser</a> setzten sich aber klar mit 4:1 durch. Den Treffer zum 1:4 erzielte Heidemann in der 55. Minute.
</p><p>Nach seinem Vereinswechsel nach Bremen wurde der Flügelstürmer zum entscheidenden Lehrgang vom 7. bis 19. Mai 1934 vor der Weltmeisterschaft mit Spielen gegen das englische Profiteam von Derby County berufen. Nach dem Lehrgang und den Testspielen berief <a href="Reichstrainer" title="Reichstrainer">Reichstrainer</a> <a href="Otto_Nerz" title="Otto Nerz">Otto Nerz</a> ein <a href="Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1934/Deutschland#Deutsches_Aufgebot" title="Fußball-Weltmeisterschaft 1934/Deutschland">18er-Aufgebot</a> für das <a href="Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1934/Deutschland" title="Fußball-Weltmeisterschaft 1934/Deutschland">Turnier in Italien</a> in dem mit <a href="Ernst_Albrecht" title="Ernst Albrecht">Ernst Albrecht</a>, <a href="Edmund_Conen" title="Edmund Conen">Edmund Conen</a>, Hohmann, <a href="Stanislaus_Kobierski" title="Stanislaus Kobierski">Stanislaus Kobierski</a>, Lehner, <a href="Rudolf_Noack" title="Rudolf Noack">Rudolf Noack</a>, <a href="Otto_Siffling" title="Otto Siffling">Otto Siffling</a> und Heidemann acht Angriffsspieler aufgeboten waren. Zu seinem zweiten Länderspieleinsatz kam der Außenstürmer am 7. Juni in Neapel beim Spiel um den dritten Platz gegen Österreich. Nach dem verlorenen Halbfinale gegen die Tschechoslowakei (1:3) pausierte der Stammplatzinhaber am linken Flügel, der Düsseldorfer „Tau“ Kobierski und Heidemann komplettierte an seiner Stelle die Fünferreihe im Angriff neben Lehner, Siffling, Conen und <a href="Fritz_Szepan" title="Fritz Szepan">Fritz Szepan</a>. Bereits nach 25 Sekunden feuerte der Bremer einen scharfen Schuss auf das von <a href="Peter_Platzer_(Fu%C3%9Fballspieler)" title="Peter Platzer (Fußballspieler)">Peter Platzer</a> gehütete Tor von Austria ab, den der Torhüter des Teams von <a href="Hugo_Meisl" title="Hugo Meisl">Hugo Meisl</a> nur vor die Füße von Lehner abwehren konnte, den der Augsburger ungehindert zur 1:0-Führung einschob. Das Spiel endete 3:2 für Deutschland und damit hatte die DFB-Elf den 3. Rang errungen.
</p><p>Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft dauerte es über ein Jahr bis Heidemann zu seinem dritten Länderspieleinsatz kam. Die Konkurrenz auf Linksaußen mit Kobierski, <a href="Josef_Fath" title="Josef Fath">Josef Fath</a>, <a href="Wilhelm_Simetsreiter" title="Wilhelm Simetsreiter">Wilhelm Simetsreiter</a> und <a href="Adolf_Urban" title="Adolf Urban">Adolf Urban</a> war hochkarätig und verhinderte eine zweistellige Einsatzzahl. Sein drittes und letztes Länderspiel absolvierte Heidemann am 13. Oktober 1935 in Königsberg gegen Lettland (3:0).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sonstiges">Sonstiges</h2></div>
<p>Nach seiner Rückkehr aus britischer <a href="Kriegsgefangener" title="Kriegsgefangener">Kriegsgefangenschaft</a> im Sommer 1947 soll er noch in <a href="Bad_Ischl" title="Bad Ischl">Bad Ischl</a> gespielt haben.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei <i>Fritz Tauber</i> wird Heidemann dagegen von 1947 bis 1952 beim FC Lenzing im Bundesland <a href="Ober%C3%B6sterreich" title="Oberösterreich">Oberösterreich</a> im <a href="Bezirk_V%C3%B6cklabruck" title="Bezirk Vöcklabruck">Bezirk Vöcklabruck</a> aufgeführt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.weltfussball.de/spieler_profil/matthias-heidemann">Matthias Heidemann</a> in der Datenbank von weltfussball.de</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://datencenter.dfb.de/datencenter/personen/matthias-heidemann/spieler">Matthias Heidemann</a> in der Datenbank des <a href="Deutscher_Fu%C3%9Fball-Bund" title="Deutscher Fußball-Bund">Deutschen Fußball-Bundes</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Lorenz Knieriem, <a href="Hardy_Gr%C3%BCne" title="Hardy Grüne">Hardy Grüne</a>: <cite style="font-style:italic">Spielerlexikon 1890–1963</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>8</span>. AGON, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>136</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Matthias+Heidemann&amp;rft.atitle=Spielerlexikon+1890-1963&amp;rft.au=Lorenz+Knieriem%2C+Hardy+Gr%C3%BCne&amp;rft.btitle=Enzyklop%C3%A4die+des+deutschen+Ligafu%C3%9Fballs&amp;rft.date=2006&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3897841487&amp;rft.pages=136&amp;rft.place=Kassel&amp;rft.pub=AGON&amp;rft.volume=8" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Sport</i> (Nürnberg/Zirndorf) Nr. 33 / 1947, Seite 10</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Tauber: <cite style="font-style:italic">Deutsche Fußballnationalspieler&nbsp;: Spielerstatistiken von A bis Z</cite>. 3. Auflage. AGNON, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>49</span> (176 Seiten).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Matthias+Heidemann&amp;rft.au=Fritz+Tauber&amp;rft.btitle=Deutsche+Fu%C3%9Fballnationalspieler+%3A+Spielerstatistiken+von+A+bis+Z&amp;rft.date=2012&amp;rft.edition=3&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783897843974&amp;rft.pages=49&amp;rft.place=Kassel&amp;rft.pub=AGNON" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="J%C3%BCrgen_Bitter" title="Jürgen Bitter">Jürgen Bitter</a>: <cite style="font-style:italic">Deutschlands Fußball-Nationalspieler&nbsp;: das Lexikon</cite>. SVB Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00749-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>170–171</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Matthias+Heidemann&amp;rft.au=J%C3%BCrgen+Bitter&amp;rft.btitle=Deutschlands+Fu%C3%9Fball-Nationalspieler+%3A+das+Lexikon&amp;rft.date=1997&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3328007490&amp;rft.pages=170-171&amp;rft.place=Berlin&amp;rft.pub=SVB+Sportverlag" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
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